Checkout optimieren: Kaufhürden im PrestaShop-Shop gezielt beseitigen
Gastbestellung, mobile Formulare und Zahlungsrückkehr: So prüfen und verbessern Sie Ihren Checkout mit einem klaren Testplan.
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Optimieren Sie zuerst nachweisbare Fehler und Kaufhürden zwischen Warenkorb und bestätigter Bestellung. Prüfen Sie Gastbestellung, Formulare, Versandkosten, Zahlung und Bestellstatus auf echten Geräten. PrestaShop bietet dafür eine anpassbare Grundlage; ob Einstellungen genügen oder Theme und Module geändert werden müssen, zeigt der konkrete Test.
In diesem Artikel
- Wo beginnt eine sinnvolle Checkout-Prüfung?
- Welche sechs Punkte sollten Händler zuerst testen?
- Wie hilft PrestaShop bei Gastbestellung und Bestellregeln?
- Was macht mobile Formulare unnötig schwierig?
- Wie prüfen Sie Versand und Zahlungsrückkehr?
- Welche Kennzahlen zeigen, ob eine Änderung hilft?
- Was sollten Sie zuerst verbessern?
- Quellen
Ein Kunde hat das passende Produkt gefunden und legt es in den Warenkorb. Jetzt muss er seine Bestellung zuverlässig abschließen können. Wenn ein Formular eine Adresse nicht akzeptiert, eine Versandart verschwindet oder die Rückkehr vom Zahlungsanbieter scheitert, hilft eine schönere Produktseite an dieser Stelle wenig. Checkout-Optimierung beginnt deshalb bei einem nachvollziehbaren Bestelltest.
Bei sjmedia sehen wir PrestaShop als gute Grundlage, um den Bestellablauf gezielt an Händler und Kunden anzupassen. Wir empfehlen, zuerst vorhandene Einstellungen und konkrete Fehler zu prüfen. Ein zusätzliches Checkout-Modul ist nicht automatisch die Lösung. Manchmal liegt die Ursache in Versandregeln, dem Theme oder dem Zusammenspiel vorhandener Erweiterungen.
Wo beginnt eine sinnvolle Checkout-Prüfung?
Beschränken Sie die erste Untersuchung auf den Weg vom Warenkorb bis zur bestätigten Bestellung. Die allgemeine Bedienung von Suche, Navigation und Produktseiten behandeln wir im Beitrag zur User Experience im Onlineshop. Hier zählt, ob ein kaufbereiter Kunde den letzten Teil des Weges ohne unnötige Hindernisse schafft.
Beginnen Sie mit den Fällen, die für Ihren Shop wichtig sind: ein neuer Kunde auf dem Smartphone, ein wiederkehrender Käufer und gegebenenfalls ein Geschäftskunde. Verwenden Sie realistische Warenkörbe, Lieferländer und Zahlungsarten. Testen Sie in einer geeigneten Testumgebung; eine erfolgreiche Zahlung im Testmodus sollte vor dem Start durch eine kontrollierte Prüfung des vorgesehenen Live-Ablaufs ergänzt werden.
Welche sechs Punkte sollten Händler zuerst testen?
Halten Sie je Test fest, welches Gerät und welcher Browser verwendet wurden, was erwartet wurde und was tatsächlich passiert ist. Screenshots und eindeutige Testbestellnummern erleichtern die spätere Zuordnung.
- Einstieg: Ist die Gastbestellung auffindbar, sofern Sie sie anbieten, und bleibt der Warenkorb beim Anmelden erhalten?
- Adresse: Funktionieren Eingabe, Autofill und Korrektur auf dem Smartphone mit Ihren relevanten Adressformaten?
- Versand: Werden für die gewählte Adresse passende Lieferarten und nachvollziehbare Kosten angezeigt?
- Zahlung: Lässt sich die gewünschte Methode auswählen und auch nach Abbruch oder Ablehnung sinnvoll fortfahren?
- Abschluss: Stimmen Bestellung, Zahlungsstatus, Bestätigung und die Übergabe an nachgelagerte Systeme überein?
- Rückweg: Bleiben sinnvolle Eingaben erhalten, wenn Kunden einen Schritt zurückgehen oder einen Fehler korrigieren?
Diese sechs Bereiche sind eine Arbeitsgrundlage, kein pauschaler Beweis für einen fehlerfreien Shop. Ergänzen Sie besondere Regeln Ihres Sortiments, etwa einen Mindestbestellwert oder eine abweichende Lieferadresse.
Wie hilft PrestaShop bei Gastbestellung und Bestellregeln?
PrestaShop dokumentiert in den Bestelleinstellungen unter anderem die Gastbestellung und einen Mindestbestellwert. Prüfen Sie zunächst diese Grundlagen. Ein ungewollt gesetzter Mindestbetrag lässt sich nicht durch eine andere Buttonfarbe beheben.
Für viele Endkunden-Shops ist ein gut auffindbarer Gastzugang ein sinnvoller Prüfpunkt. Im B2B-Geschäft können ein geprüftes Firmenkonto oder besondere Konditionen dagegen bewusst Teil des Ablaufs sein. Entscheidend ist, dass die Zugangsvoraussetzungen für den Kunden verständlich sind und zum Geschäftsmodell passen.
Wir bevorzugen bei individuellen Bestellabläufen PrestaShop, weil sich die Lösung gezielt weiterentwickeln lässt. Welche Änderung über eine Einstellung, das Theme oder ein Modul erfolgt, hängt von Version und Installation ab. Prüfen Sie Anpassungen deshalb immer mit den tatsächlich eingesetzten Zahlungs- und Versandmodulen. Mehr Erweiterungen bedeuten auch mehr Zusammenspiel, das nach Updates getestet werden muss.
Was macht mobile Formulare unnötig schwierig?
Testen Sie auf einem echten Smartphone statt ausschließlich im schmal gezogenen Desktopfenster. Wird ein Eingabefeld von der Tastatur verdeckt? Übernimmt Autofill die richtige Adresse? Erkennt der Kunde nach einer Fehlermeldung, welches Feld korrigiert werden muss? Achten Sie auch darauf, ob bereits richtige Eingaben erhalten bleiben.
Die W3C-Empfehlungen zu Formularrückmeldungen betonen verständliche Fehlerbeschreibungen, den Bezug zum betroffenen Feld und Hinweise zur Korrektur. Ein roter Rahmen allein erklärt das Problem nicht. Das ist zugleich eine nützliche Grundlage für zugänglichere Formulare, aber kein Ersatz für eine vollständige Prüfung der Barrierefreiheit.
Wie prüfen Sie Versand und Zahlungsrückkehr?
Ein Checkout kann technisch funktionieren und trotzdem eine falsche Versandregel anwenden. Testen Sie deshalb typische Warenkörbe auch nahe relevanter Grenzen, etwa knapp unter und über einer Freiversandgrenze. Für deutsche und Schweizer Zieladressen können unterschiedliche Regeln gelten; testen Sie nur die Länder, die Sie tatsächlich beliefern.
Bei Zahlungen zählt mehr als die Erfolgsseite. Prüfen Sie, ob die Bestellung im Shop den passenden Status erhält und korrekt an Warenwirtschaft oder Versand übergeben wird. Spielen Sie auch den abgebrochenen Bezahlvorgang durch. Der Kunde sollte erkennen können, ob bereits eine Bestellung entstanden ist und wie er fortfahren kann, ohne versehentlich doppelt zu bestellen. Die Auswahl der Methoden behandeln wir separat unter Zahlungsarten im Onlineshop.
Welche Kennzahlen zeigen, ob eine Änderung hilft?
Definieren Sie zuerst, was Sie vergleichen. Beispielsweise lässt sich der Anteil eindeutig zugeordneter, abgeschlossener Bestellvorgänge an den beobachteten Checkout-Starts betrachten. Verwenden Sie konsistente Zählregeln und einen passenden Auswertungszeitraum. Wiederholte Ereignisse, unterschiedliche Geräte und verspätete Abschlüsse können die Zuordnung beeinflussen.
Google beschreibt für GA4 unter anderem die Ereignisse begin_checkout und purchase. Sie müssen in der jeweiligen Implementierung korrekt ausgelöst und geprüft werden. Analytics-Zahlen und Shopbestellungen sind wegen unterschiedlicher Erfassung nicht automatisch identisch; prüfen Sie unter anderem Einwilligung, Blocker und doppelte Erfassung.
Vergleichen Sie möglichst ähnliche Zeiträume und betrachten Sie Geräte, Zahlungsarten und Besucherquellen getrennt. Mehr Abschlüsse nach einer Änderung beweisen allein noch keine Ursache, wenn zugleich eine Rabattaktion oder andere Werbung lief. Bei wenig Daten sind beobachtete Testfehler und Rückmeldungen oft die bessere erste Entscheidungsgrundlage als eine vermeintlich genaue Steigerungsquote.
Was sollten Sie zuerst verbessern?
Ein reproduzierbarer Fehler, der eine wichtige Bestellart blockiert, hat Vorrang vor kosmetischen Änderungen. Danach folgen häufige, belegte Bedienhürden. Änderungen ohne klar benanntes Problem sollten zunächst als Hypothese behandelt werden. Legen Sie pro Maßnahme ein erwartetes Ergebnis und eine Rückfallmöglichkeit fest.
Unsere Empfehlung: Verbessern Sie einen vorhandenen PrestaShop-Checkout schrittweise und testen Sie nach jeder Änderung den vollständigen Bestellweg erneut. Als PrestaShop-Agentur verbinden wir technische Anpassung mit der Conversion-Optimierung. Ziel ist ein verlässlich funktionierender Kaufabschluss, dessen Verbesserung sich am konkreten Ablauf nachvollziehen lässt – keine versprochene Standardsteigerung für jeden Shop.
Quellen & weiterführende Informationen
- PrestaShop: Orders preferences · abgerufen am
- Google Analytics: Measure ecommerce · abgerufen am
- W3C WAI: User Notification · abgerufen am