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PrestaShop 9.2: Was Händler jetzt wissen sollten

KI-generierte Arbeitsszene eines Händlers am Computer mit Titelkarte PrestaShop 9.2.

PrestaShop 9.2 ist seit dem 30. September 2026 als stabile Version verfügbar. Zu den Neuerungen gehören ein One-Page-Checkout-Modul, zusätzliche Datenfelder und ein KI-Assistent in der Classic-Edition. Für uns bei sjmedia ist dabei entscheidend: Welche Neuerung verbessert tatsächlich die Abläufe eines Händlers – und was muss vor einem Update geprüft werden?

Was ist neu in PrestaShop 9.2?

  • One Page Checkout: Das mitgelieferte Modul bündelt den Bestellabschluss auf einer Seite. Im Backend kann zwischen diesem Ablauf und dem bisherigen vierseitigen Checkout gewechselt werden.
  • Extra Properties: Zusätzliche Felder für beispielsweise Produkte, Kunden und Bestellungen lassen sich nativ verwalten. Die Erweiterung berücksichtigt Mehrsprachigkeit, mehrere Shops und die Admin-API.
  • Ask AI: Die Classic-Edition enthält einen Assistenten für Fragen zu Shopdaten und Aktionen im Backend. Die Verbindung erfolgt über den PrestaShop MCP Server und einen eigenen API-Schlüssel beim gewählten KI-Anbieter.
  • Theme und Technik: Hummingbird 2.1.2 bringt Korrekturen und Verbesserungen. Weitere auf Symfony umgestellte Verwaltungsseiten sind zunächst über Feature Flags aktivierbar.

Quelle: Offizielle Veröffentlichung von PrestaShop 9.2. Stand unserer Einordnung: 12. Oktober 2026.

Unsere Einordnung: Der Checkout muss zum Geschäft passen

Ein kürzerer Bestellabschluss ist interessant. Ob er besser funktioniert, zeigt sich aber an Ihren Bestellungen. Wir würden deshalb nicht allein nach der Zahl der Checkout-Seiten entscheiden. Bei einem B2B-Shop können Firmenangaben, abweichende Lieferadressen, Kundengruppen und Zahlungsbedingungen wichtiger sein als ein möglichst kurzer Bildschirm.

Vor einer Umstellung gehören deshalb alle tatsächlich verwendeten Zahlarten und Versandregeln auf die Prüfliste: Funktioniert die Bestellung als Gast? Greift die Versandkostenfreigrenze? Werden Rabatte und Rechnungsadressen korrekt übernommen? Ein neuer Checkout sollte diese Abläufe zuverlässig abbilden. Mehr Umsatz lässt sich aus der Versionsnummer allein nicht ableiten.

Zusatzfelder sind besonders für individuelle Prozesse interessant

Für unsere Arbeit als PrestaShop-Agentur sind zusätzliche Datenfelder ein spannender Ansatz. Denken Sie beispielsweise an interne Artikelkennzeichen oder Informationen, die zwischen Shop und Warenwirtschaft übertragen werden sollen. Entscheidend bleibt, welches System die Daten führt, wer sie bearbeiten darf und welche Schnittstelle sie weitergibt.

Vorhandene Modul-Daten werden durch neue Felder nicht automatisch übernommen. Wir würden zunächst prüfen, welche Informationen bereits gespeichert sind und ob eine Anpassung wirklich einen Vorteil bringt. Genau diese Bestandsaufnahme gehört für uns vor die technische Umsetzung. Mehr dazu lesen Sie in unserem Beitrag zu ERP und Warenwirtschaft für Onlineshops.

KI im Backend: Erst den konkreten Einsatz festlegen

Wir sehen KI als Unterstützung für klar beschriebene Aufgaben. Bevor ein Assistent mit einem echten Shop verbunden wird, sollten Zuständigkeiten, Zugriffsrechte und die Weitergabe von Daten geklärt sein. Ebenso gehört in die Planung, welche Bedingungen und Kosten der gewählte KI-Anbieter hat. Ein enthaltenes Modul bedeutet nicht automatisch, dass jede verbundene Leistung kostenlos ist.

Unser Maßstab wäre eine überschaubare Aufgabe mit nachvollziehbarem Ergebnis. Die Freigabe wichtiger Änderungen und die Kontrolle der Ergebnisse bleiben Bestandteil des Arbeitsablaufs.

Sollten Händler jetzt sofort auf PrestaShop 9.2 wechseln?

Unsere Empfehlung: erst prüfen, dann den passenden Update-Weg festlegen. Ein stabil laufender Shop braucht einen nachvollziehbaren Umstellungsplan. Dazu erfassen wir die installierten Module, Anpassungen, Schnittstellen und relevanten Daten. Gerade Erweiterungen können eigene Historien enthalten, die bei einer Migration berücksichtigt werden müssen.

Anschließend prüfen wir in einer Testumgebung die geschäftskritischen Abläufe. Dazu gehören Bestellungen, Versand, Zahlungen und die Darstellung im Frontend. Gemeinsam mit dem Händler werden außerdem die regelmäßig genutzten Verwaltungsabläufe im Backend geprüft. Bei weit auseinanderliegenden Versionen kann eine Migration statt eines einfachen Updates erforderlich sein.

Diese Einordnung beruht auf den veröffentlichten Neuerungen und unserem Vorgehen bei Shopprojekten. Sie ist kein Bericht über einen bereits abgeschlossenen Praxistest von Version 9.2 in einem konkreten Kundenshop.

Was bedeutet das für Ihren Shop?

Sie müssen nicht selbst beurteilen, ob Ihre Erweiterungen und Anbindungen zur neuen Version passen. Wir schauen mit Ihnen auf den bestehenden Shop und klären, welche Schritte sinnvoll sind. Informationen zu unserem Vorgehen finden Sie unter Shop-Updates und technische Betreuung.

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