B2B-Shopsystem auswählen: Shopify, PrestaShop oder Shopware?
Firmenkonten, individuelle Preise und ERP-Anbindung: So prüfen Händler, welches System ihre B2B-Abläufe tatsächlich abdeckt.
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Für einen B2B-Shop mit individuellen Abläufen empfehlen wir bei sjmedia, PrestaShop zuerst zu prüfen. Die offene Software bietet eine anpassbare Grundlage; Firmenkonten, Preisregeln und ERP-Anbindung müssen dennoch im konkreten Projekt nachgewiesen werden. Shopify und Shopware bleiben Vergleichsoptionen, wenn ihre Funktionen und Betriebsmodelle besser zu Ihren Anforderungen passen.
In diesem Artikel
- Welche Anforderungen sollte ein B2B-Shop erfüllen?
- Warum ist PrestaShop für uns eine starke B2B-Lösung?
- Ist Shopify für B2B geeignet?
- Was spricht für Shopware im B2B?
- Wie testen Sie ein B2B-Shopsystem vor der Entscheidung?
- Wie vergleichen Sie die Kosten eines B2B-Shops?
- Welches B2B-System sollten Sie auswählen?
- Quellen
Ein Geschäftskunde benötigt vielleicht vereinbarte Preise, mehrere Einkaufsberechtigte und einen Auftrag, der ohne Nacharbeit in der Warenwirtschaft landet. Ein B2B-Shopsystem sollte deshalb an diesen Abläufen gemessen werden. Ein zusätzlicher Login allein löst sie nicht.
Bei sjmedia beginnen wir die Auswahl mit den Bestellungen, die Ihr Team heute manuell bearbeitet. Wo werden Preise nachgetragen, Bestellungen freigegeben oder Artikelnummern abgeglichen? Diese Arbeit zeigt oft deutlicher als eine Funktionsliste, was der neue Shop leisten muss.
Welche Anforderungen sollte ein B2B-Shop erfüllen?
Nicht jeder Großhändler braucht sämtliche B2B-Funktionen. Ein kleiner Hersteller mit festen Stammkunden kann mit wenigen Regeln auskommen. Ein Unternehmen mit mehreren Niederlassungen benötigt möglicherweise unterschiedliche Berechtigungen. Für die erste Bestandsaufnahme reichen sechs Themen:
- Firmenkonten: Wer darf für welche Firma oder Niederlassung bestellen?
- Preise und Sortimente: Gelten Gruppenpreise, individuelle Vereinbarungen oder Mengenstaffeln?
- Bestellung und Freigabe: Wird direkt bestellt, zuerst ein Angebot angefragt oder intern genehmigt?
- Zahlung und Lieferung: Welche Zahlungsziele, Lieferadressen und Teillieferungen werden benötigt?
- Warenwirtschaft: Wo entstehen Kundenstammdaten, Preise, Bestände und Rechnungen?
- Betrieb: Wer pflegt Regeln, beantwortet Rückfragen und prüft Änderungen vor dem Einsatz?
Ergänzen Sie je Thema einen echten Auftrag als Testfall. „Wir brauchen individuelle Preise“ ist zu ungenau. Relevant ist, ob diese je Kundengruppe, Firma, Standort oder einzelner Artikelvereinbarung gelten und aus welchem System sie stammen.
Warum ist PrestaShop für uns eine starke B2B-Lösung?
PrestaShop ist unsere bevorzugte Ausgangsbasis für individuell geprägte B2B-Shops, wenn die technische Betreuung verlässlich organisiert ist. Die offene Software bietet Raum, den Shop an bestehende Geschäftsabläufe anzupassen. Das ist für uns ein wichtiger Vorteil, wenn Kundenvereinbarungen und Warenwirtschaft den Bestellprozess bestimmen. Der B2B-Modus ergänzt Geschäftskundenangaben. Über Kundengruppen lassen sich unter anderem Gruppenrabatte und die Preisanzeige steuern. Eine Nettoanzeige ist nicht gleichbedeutend mit einer Steuerbefreiung.
Diese Grundlagen ersetzen keine Prüfung des gesamten Bestellprozesses. Preislisten aus dem ERP, Freigabestufen oder besondere Zahlungsregeln können Module oder Entwicklung erfordern. Entscheidend sind die eingesetzte Version und das Zusammenspiel der Erweiterungen. Als PrestaShop-Agentur prüfen wir zuerst den Ablauf und danach, welche Bestandteile ihn abdecken.
Ist Shopify für B2B geeignet?
Shopify kann für B2B infrage kommen. Nach der aktuellen Dokumentation sind B2B-Funktionen in Basic, Grow, Advanced und Plus verfügbar. Basic, Grow und Advanced unterstützen insgesamt bis zu drei aktive B2B-Marktkataloge und benötigen die neue Markets-Version. Die direkte Katalogzuweisung an bestimmte Firmen oder Firmenstandorte ist Plus vorbehalten. Stand: 15. Oktober 2026.
Die pauschale Aussage „Shopify B2B gibt es nur mit Plus“ ist damit für eine aktuelle Auswahl ungeeignet. Lassen Sie Ihre Preis- und Kundenstruktur im vorgesehenen Tarif zeigen. Ergänzende Apps und individuelle Schnittstellen gehören mit ihren laufenden Kosten in die Prüfung.
Was spricht für Shopware im B2B?
Shopware gehört in die Auswahl, wenn seine Funktionen zu Ihrer Organisation passen. Die eigenen B2B Components sind laut Dokumentation ab Evolve über die Commercial-Erweiterung verfügbar. Daraus folgt nicht, dass jeder denkbare B2B-Shop zwingend diesen Plan benötigt. Verglichen werden müssen die konkret benötigten Komponenten und mögliche andere Umsetzungen.
Lassen Sie ausweisen, was im gewählten Plan enthalten ist und was zusätzlich umgesetzt wird. „B2B-fähig“ sagt wenig darüber aus, ob ein Einkäufer nur seine Niederlassung sieht oder eine Bestellung erst nach Freigabe an das ERP übertragen wird.
Wie testen Sie ein B2B-Shopsystem vor der Entscheidung?
Ein bewusst beispielhafter Test: Ein Einkäufer bestellt zwanzig Einheiten mit einem vereinbarten Preis. Eine zweite Person muss den Auftrag freigeben. Ein Teil der Ware ist sofort lieferbar, der Rest folgt später. Beide Lieferungen sollen derselben Bestellung zugeordnet bleiben, während die Warenwirtschaft die Rechnungsdaten führt.
Spielen Sie den Ablauf vom Firmenkonto bis zur Rückmeldung an den Kunden durch. Prüfen Sie auch eine Änderung nach der Bestellung und einen fehlgeschlagenen Datentransfer. Wer bemerkt den Fehler? Kann das Team den Auftrag korrigieren, ohne ihn doppelt anzulegen? Solche Ausnahmen entscheiden darüber, ob die Integration im Alltag Arbeit spart.
Unser Beitrag zu ERP und Warenwirtschaft im Onlineshop hilft, die Zuständigkeiten zwischen Shop und ERP zu klären. Dokumentieren Sie das Ergebnis als Abnahmekriterium für die spätere Umsetzung.
Wie vergleichen Sie die Kosten eines B2B-Shops?
Vergleichen Sie denselben Leistungsumfang über denselben Zeitraum. Zur Einrichtung kommen Tarif oder Hosting, Module, Schnittstellenpflege, Updates und interne Betreuung. Eine preiswerte Basis kann durch Sonderlogik teuer werden. Ein höherer Tarif kann wirtschaftlich passen, wenn er tatsächlich benötigte Abläufe abdeckt.
Unser Shop-Kostenrechner bietet eine erste Gegenüberstellung von PrestaShop, Shopify und Shopware. Setzen Sie zusätzliche B2B-Aufwände ausdrücklich an; der allgemeine Vergleich ersetzt keine Prüfung Ihrer Preis- und Freigaberegeln. Schweizer Händler sollten ihre tatsächlichen Vertragswährungen und lokalen Dienstleisterkosten berücksichtigen.
Welches B2B-System sollten Sie auswählen?
Wählen Sie das System, das Ihre wichtigsten Auftragsabläufe mit vertretbarem Anpassungsaufwand zuverlässig abbildet und das Ihr Team betreiben kann. Shopify gehört bei passender Tarif- und Katalogstruktur in die Auswahl. PrestaShop ist bei individuellen Anforderungen und organisierter technischer Betreuung interessant. Shopware sollte anhand seiner konkret benötigten Komponenten bewertet werden.
Unsere Empfehlung: Prüfen Sie bei individuellen B2B-Anforderungen zuerst PrestaShop mit einem realistischen Musterauftrag. Lassen Sie anschließend einen passenden Vergleichskandidaten denselben Ablauf durchlaufen. Klären Sie die offenen Ausnahmen und kalkulieren Sie deren Umsetzung. So wird aus einer allgemeinen Systempräferenz eine nachvollziehbare Entscheidung für Ihren Betrieb.
Quellen & weiterführende Informationen
- Shopify: B2B features by plan · abgerufen am
- PrestaShop: B2B mode · abgerufen am
- PrestaShop: Customer groups · abgerufen am
- Shopware: B2B Components · abgerufen am