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Shopify-Kosten: Was kostet ein Onlineshop wirklich?

Tarif, Apps, Zahlungsgebühren und Betreuung: Welche Kosten bei Shopify zusammenkommen und wie Sie ein belastbares Budget für Ihren Shop aufstellen.

Shopsysteme Veröffentlicht: Aktualisiert:

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Shopify-Kosten bestehen aus dem Tarif, Erweiterungen, Zahlungsgebühren und dem Aufwand für Aufbau und Betreuung. In Deutschland kostet Basic derzeit 36 Euro bei monatlicher Zahlung oder rechnerisch 27 Euro pro Monat bei jährlicher Zahlung. Für die Systementscheidung zählt die Gesamtrechnung: Umsatz, Bestellzahl, benötigte Schnittstellen und interne Arbeitszeit können wichtiger sein als der günstigste Tarif.

Shopify verbindet die Shop-Plattform mit dem Hosting in einem Tarif. Für Händler, die ihre Zeit in Sortiment, Kunden und Verkauf investieren möchten, ist das ein guter Ausgangspunkt. Ein belastbares Budget berücksichtigt darüber hinaus die Einrichtung, benötigte Apps und Zahlungsgebühren. So wird aus dem Tarifpreis eine brauchbare Entscheidungsgrundlage.

Bei der sjmedia GmbH empfehlen wir Shopify besonders dann, wenn Händler den technischen Betrieb ihrer Shop-Plattform weitgehend beim Anbieter belassen möchten. Dieser geringere Organisationsaufwand hat einen wirtschaftlichen Wert. Wir prüfen deshalb nicht nur die monatlichen Gebühren, sondern auch, welche Aufgaben Ihr Team damit abgeben kann und welche Betreuung es weiterhin braucht.

Was kostet Shopify pro Monat?

Die folgenden regulären Tarifpreise wurden am 7. Oktober 2026 auf der Shopify-Preisseite für Deutschland geprüft. Zeitlich begrenzte Einstiegsangebote sind nicht eingerechnet. Die Jahrestarife sind monatliche Vergleichswerte einer jährlichen Abrechnung; eine Monatskündigung ist damit nicht gemeint. Die steuerliche Behandlung Ihrer Rechnung kommt gesondert hinzu.

Shopify-Tarife für Deutschland: reguläre Grundgebühr, Stand 07.10.2026
TarifMonatliche ZahlungJährliche Zahlung: rechnerisch pro Monat
Basic36 €27 €
Grow105 €79 €
Advanced384 €289 €

Shopify Plus wird ab 2.100 Euro pro Monat ausgewiesen. Hier gehören Vertragslaufzeit und individueller Leistungsumfang in den Vergleich. Auch bei den Standardtarifen sollten Sie zuerst die benötigten Funktionen festlegen und danach den passenden Plan auswählen.

Welche Kosten kommen zum Shopify-Tarif hinzu?

Die Grundgebühr ist nur ein Teil des Budgets. Für einen vollständigen Vergleich erfassen Sie sechs Kostenblöcke:

  • Einrichtung und Gestaltung: Konzeption, Theme-Anpassung, Produktstruktur, Inhalte und Tests.
  • Apps und Schnittstellen: etwa Warenwirtschaft, Versand, Suche, Bewertungen oder E-Mail-Marketing.
  • Zahlungsabwicklung: prozentuale Gebühren, feste Beträge je Zahlung und gegebenenfalls zusätzliche Shopify-Transaktionsgebühren.
  • Domain und weitere Dienste: Registrierung, Verlängerung und separat gebuchte Leistungen.
  • Betreuung und Weiterentwicklung: technische Prüfung, Fehlerbehebung, Anpassungen und die Arbeitszeit im eigenen Team.
  • Vertrieb und Kundengewinnung: zum Beispiel SEO, Produktdatenpflege, Kampagnen und Werbebudget.

Shopify beschreibt Abonnement, App-Gebühren und weitere Rechnungsposten getrennt. Zahlungsgebühren können zudem direkt von Auszahlungen abgezogen werden. Wer nur die monatliche Shopify-Rechnung betrachtet, erfasst deshalb nicht automatisch alle Kosten.

Bei Apps lohnt sich der Blick auf die Abrechnungsgrundlage. Eine Erweiterung kann bei mehr Bestellungen, Kontakten oder Nutzung teurer werden. Prüfen Sie außerdem, ob mehrere Apps dieselbe Aufgabe erfüllen und ob ihre Daten nach einer Kündigung exportiert werden können.

Sind Shopify Payments und Transaktionsgebühren dasselbe?

Nein. Zahlungsgebühren vergüten die Zahlungsabwicklung; zusätzliche Transaktionsgebühren können bei externen Zahlungsanbietern entstehen. Auf Zahlungen, die direkt über Shopify Payments abgewickelt werden, erhebt Shopify keine zusätzlichen Gebühren für einen externen Zahlungsanbieter. Die Zahlungsabwicklung selbst bleibt kostenpflichtig. Maßgeblich sind der genutzte Anbieter, die Zahlungsart, Ihr Tarif und die geltenden Ausnahmen.

Auf der deutschen Preisseite werden für Standard-Online-Kartenzahlungen bei Grow derzeit 1,8 Prozent plus 0,30 Euro ausgewiesen. Andere Karten und Zahlungsarten können anders berechnet werden. Die zusätzlich ausgewiesenen Gebühren für externe Anbieter betragen bei Basic 2 Prozent, bei Grow 1 Prozent und bei Advanced 0,6 Prozent. Diese Angaben dürfen nicht als pauschaler Aufschlag auf jede Bestellung verstanden werden.

Prüfen Sie Sonderfälle getrennt. Shopify nennt für Shops, die ab dem 12. Mai 2025 erstellt wurden, zusätzliche Gebühren auf Beträge, die mit Gutscheinen oder Shop-Guthaben bezahlt werden. Das kann auch eine Bestellung mit gemischten Zahlungsarten betreffen. Die Dokumentation zu externen Transaktionsgebühren beschreibt diese Regeln und Ausnahmen.

Auch Retouren gehören in die Kalkulation: Nach der Shopify-Dokumentation zu Rückerstattungen wird die ursprüngliche Kreditkartenbearbeitungsgebühr bei Shopify Payments nicht erstattet. Ein Händler mit hoher Retourenquote sollte daher mit abgewickelten Zahlungen rechnen, nicht nur mit dem Umsatz, der nach Rückgaben übrig bleibt.

Rechenbeispiel: Was kostet ein kleiner Shopify-Shop im Betrieb?

Das folgende Rechenbeispiel ist eine Annahme, kein Kundenfall und kein Angebot. Ein deutscher Händler nutzt Grow mit jährlicher Zahlung. Pro Monat werden 100 Bestellungen mit insgesamt 10.000 Euro Zahlungsvolumen ausschließlich zum oben genannten Standard-Kartentarif abgewickelt. Für Apps setzen wir 60 Euro an, für die Domain umgelegt 2 Euro und für Betreuung 150 Euro. Diese drei Budgets sind frei gewählte Rechenwerte.

Die Zahlungsabwicklung ergibt 10.000 € × 1,8 % + 100 × 0,30 € = 210 €. Zusammen mit 79 Euro Tarifanteil, 60 Euro Apps, 2 Euro Domain und 150 Euro Betreuung entstehen rechnerisch 501 Euro pro Monat. Der Jahrestarif wird dabei auf Monate verteilt; der tatsächliche Zahlungszeitpunkt weicht davon ab.

Noch nicht enthalten sind Erstellung, zusätzliche interne Arbeitszeit, Wareneinsatz, Versand, Retourenabwicklung und Marketing. Ebenso ist dies keine Berechnung von Umsatzsteuer oder steuerlichem Gewinn. Ändern sich Zahlungsarten, Bestellzahl oder App-Tarife, muss die Rechnung angepasst werden. Genau deshalb ist ein einzelner Monatsbetrag für „die Shopify-Kosten“ wenig aussagekräftig.

Ab wann lohnt sich ein höherer Shopify-Tarif?

Ein höherer Tarif lohnt sich wirtschaftlich, wenn benötigte Funktionen oder eingesparte Gebühren den Mehrpreis rechtfertigen. Mehr Umsatz allein ist noch kein ausreichender Grund. Prüfen Sie zuerst, ob Ihr Team an eine konkrete Funktionsgrenze stößt und welchen Aufwand ein Upgrade tatsächlich spart.

Eine einfache Modellrechnung hilft bei unterschiedlichen Zahlungsgebühren: Angenommen, ein Tarif kostet monatlich 50 Euro mehr und senkt den relevanten Gebührensatz um 0,2 Prozentpunkte. Dann liegt der rechnerische Ausgleich bei 50 € ÷ 0,002 = 25.000 € Zahlungsvolumen pro Monat. Das ist ein frei gewähltes Beispiel. Es gilt nur für das Volumen, das tatsächlich unter beide verglichenen Konditionen fällt, und bei unveränderten festen Gebühren.

Was kostet die Erstellung durch eine Agentur?

Der Aufwand hängt vom Projektumfang ab. Ein vorhandenes Theme mit wenigen Anpassungen, gepflegten Produktdaten und ohne Datenübernahme ist anders zu kalkulieren als ein Relaunch mit ERP-Anbindung, mehreren Ländern und individuellen Abläufen. Der Jahresumsatz des Händlers sagt darüber allein wenig aus.

Lassen Sie Angebote anhand desselben Leistungsumfangs erstellen. Sind Datenmigration, Weiterleitungen, Produktimporte, Schulung und Abnahmetests enthalten? Wer liefert Bilder und Texte? Welche Schnittstellen werden eingerichtet und welche nur vorbereitet? Ein niedriger Einstiegspreis hilft wenig, wenn für den regulären Betrieb wesentliche Positionen fehlen.

Unser Shop-Kostenrechner stellt Shopify, PrestaShop und Shopware über mehrere Jahre gegenüber. Prüfen Sie die hinterlegten Annahmen und setzen Sie Ihre eigenen Budgets ein. Der Rechner ist eine Orientierung für den Vergleich und ersetzt kein auf Ihren Projektumfang abgestimmtes Angebot.

Was sollten Händler in Deutschland und der Schweiz beachten?

Die Tarifübersicht oben bezieht sich auf Deutschland. Schweizer Händler sollten die für ihren Standort ausgewiesenen Konditionen und die tatsächlich benötigten Zahlungsarten zugrunde legen. Ein Europreis lässt sich nicht einfach in Franken umrechnen und als identischer Tarif behandeln.

Für grenzüberschreitenden Verkauf kommen weitere Fragen hinzu: In welcher Währung zahlt der Kunde, in welcher Währung wird ausgezahlt und welche Dienste sind für Rechnungen, Versand und Retouren nötig? Lassen Sie diese Abläufe mit einer realistischen Musterbestellung durchspielen. So fallen zusätzliche Leistungen vor dem Start auf.

Wann ist PrestaShop eine sinnvolle Alternative?

PrestaShop gehört für uns in die Auswahl, wenn Sie Hosting und technische Anpassungen stärker selbst bestimmen möchten. Bei der selbst gehosteten Classic-Variante wählen Sie den Hostinganbieter und können die offene Software durch Module und eigene Entwicklungen erweitern. Hosting, Wartung und Weiterentwicklung brauchen dafür ein festes Budget und klare Zuständigkeiten.

Für einen Händler mit besonderen Produkt- oder Auftragsprozessen kann diese Gestaltungsfreiheit den zusätzlichen Betriebsaufwand rechtfertigen. Als PrestaShop-Agentur prüfen wir solche Anforderungen gemeinsam mit Ihnen. Nutzen Sie für die erste Budgetabwägung den Kostenrechner für Shopify, PrestaShop und Shopware und vergleichen Sie die Gesamtkosten über fünf Jahre mit Ihren eigenen Annahmen.

Wie vergleichen Sie Shopify mit anderen Shopsystemen?

Vergleichen Sie dieselben Leistungen über denselben Zeitraum. Bei einer selbst betriebenen Lösung stehen Hosting und Wartung stärker im Vordergrund; bei Shopify sind Tarif, Apps und die Bedingungen der Plattform besonders relevant. Eine kostenlose Basissoftware bedeutet ebenso wenig einen kostenlosen Betrieb wie ein günstiger Shopify-Tarif einen fertig betreuten Shop.

Unsere Empfehlung: Prüfen Sie Shopify zuerst, wenn Sie eine zentral betriebene Shop-Plattform und wenig eigenen Aufwand für Hosting suchen. Ob der Tarif zu Ihrem Geschäft passt, zeigt die Gesamtrechnung. Ist WordPress bereits Teil Ihres Geschäfts, hilft unser Vergleich von WooCommerce und Shopify bei der Einordnung. Als Shopify-Agentur verbinden wir die technische Planung mit Produktdaten, Suchmaschinenoptimierung und Conversion und begleiten die Umsetzung.

Autorenschaft & fachliche Prüfung

Geschrieben von

Jochen Schmid
Geschäftsführer

Erstberatung · Presta · SEO · GEO · Ads · Klaviyo · Live Shopping · CRO · Migration

Fachlich geprüft von

Johann Nehrlich
Projektleiter / Entwicklung

Shopware · Presta · Ads · Klaviyo