Shop-Relaunch ohne unnötige SEO-Verluste: Was Händler vor dem Systemwechsel prüfen sollten
URLs, Inhalte, Weiterleitungen und Indexierung beim Shop-Relaunch prüfen: eine Checkliste für Händler und ihre Sichtbarkeit in Suchmaschinen.
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Wichtige Seiten und Inhalte sollten vor dem Umbau erfasst, geänderte URLs passenden Nachfolgeseiten zugeordnet und der neue Shop vor dem Start geprüft werden. Nach der Umschaltung müssen Erreichbarkeit, Indexierung und Suchleistung beobachtet werden. Eine Garantie für unveränderte Rankings gibt es nicht.
In diesem Artikel
- Was ist der Unterschied zwischen Relaunch und Migration?
- Welche Seiten sollten vor dem Relaunch erfasst werden?
- Wie sollten alte URLs weitergeleitet werden?
- Welche Inhalte sollten erhalten bleiben?
- Wie schützt man den Testshop vor einer unbeabsichtigten Veröffentlichung?
- Was gehört in die Kontrolle nach dem Start?
- Wie sjmedia die technische Prüfung und die Kundenabnahme verbindet
- Betrifft ein Relaunch auch die Auffindbarkeit in KI-Suchergebnissen?
- Quellen
Diese Aufgaben gehören bei einem Wechsel zu PrestaShop ebenso in die Planung wie bei einer Migration zu Shopware oder Shopify.
Was ist der Unterschied zwischen Relaunch und Migration?
Ein Relaunch erneuert den Shop, beispielsweise seine Gestaltung, Struktur oder Funktionen. Eine Migration überträgt Daten und gegebenenfalls Funktionen in eine andere technische Umgebung. Beide Vorhaben können gemeinsam stattfinden.
Für die SEO-Planung ist vor allem entscheidend, ob sich URLs, Inhalte, Navigation oder technische Einstellungen ändern.
Welche Seiten sollten vor dem Relaunch erfasst werden?
Wir empfehlen, Produktseiten, Kategorien und Informationsseiten anhand mehrerer Kriterien zu priorisieren: organische Einstiege, Bestellungen, externe Verlinkungen und Bedeutung für das Sortiment.
So werden nicht nur häufig besuchte Seiten berücksichtigt. Auch eine selten besuchte Kaufhilfe kann für eine bestimmte Produktgruppe wichtig sein.
Wie sollten alte URLs weitergeleitet werden?
Bei geänderten Adressen sollten alte URLs auf ihre passenden neuen Ziele führen. Google empfiehlt dauerhafte serverseitige Weiterleitungen und warnt vor pauschalen Umleitungen vieler Seiten auf eine unpassende Startseite. Weiterleitungen sollten grundsätzlich mindestens ein Jahr bestehen bleiben. Quelle: Google – Websiteumzüge mit URL-Änderungen.
Beispiel: Eine alte Kategorie für Arbeitsschuhe sollte zur entsprechenden neuen Kategorie führen. Bei einem entfallenen Produkt muss geprüft werden, ob überhaupt eine passende Ersatzseite existiert.
Welche Inhalte sollten erhalten bleiben?
Bewährte Produktinformationen, Kategorietexte, Kaufhilfen und häufige Kundenfragen sollten ausdrücklich in den Übernahmeumfang aufgenommen werden. Wir empfehlen, wichtige Inhalte nicht allein wegen eines neuen Designs zu entfernen.
Eine Prüfung je Seitentyp hilft dabei: Hauptkategorie, Unterkategorie, Einzelprodukt, Variantenprodukt und Ratgeber. So lässt sich erkennen, ob Informationen vollständig und für Nutzer zugänglich bleiben.
Wie schützt man den Testshop vor einer unbeabsichtigten Veröffentlichung?
Eine robots.txt-Datei ist kein Zugangsschutz und verhindert nicht zuverlässig, dass eine URL in Suchergebnissen erscheint. Für nicht öffentliche Testumgebungen kommt beispielsweise ein Passwortschutz infrage. Quelle: Google – Grundlagen zu robots.txt.
Bei der Veröffentlichung muss umgekehrt geprüft werden, ob vorgesehene öffentliche Seiten erreichbar sind und keine versehentlichen Indexierungssperren bestehen.
Was gehört in die Kontrolle nach dem Start?
| Prüfbereich | Konkrete Kontrolle |
|---|---|
| Alte Einstiegsseiten | Führen bisherige URLs zum vorgesehenen Ziel? |
| Inhalte und Navigation | Sind Texte, Bilder und interne Links vollständig? |
| Bestellprozess | Funktionieren Suche, Warenkorb, Zahlung und Bestätigung? |
| Messung | Werden Besuche und Bestellungen weiterhin korrekt erfasst? |
| Suchmaschinen | Werden Fehler, Indexierung und Suchleistung beobachtet? |
Google weist darauf hin, dass während eines Websiteumzugs vorübergehende Schwankungen auftreten können. Deshalb sollte die Begleitung nicht mit der technischen Veröffentlichung enden. Quelle: Google – Websiteumzüge begleiten.
Wie sjmedia die technische Prüfung und die Kundenabnahme verbindet
Bei Relaunches und Migrationen arbeiten wir mit einer projektbezogenen Aufgabenliste in unserem Zoho-System. Darin sind Prüfaufgaben für die Umsetzung und die anschließende Kontrolle hinterlegt. Ein Schwerpunkt liegt auf dem Frontend: Funktionieren Bestellungen, greifen Versandregeln wie die Versandkostenfreiheit und wird der Shop korrekt dargestellt?
Wir prüfen auch das Backend. Zusätzlich bringt der Händler seine betriebliche Perspektive ein: Seine Mitarbeiter arbeiten täglich mit Produkten und Aufträgen und kennen die besonderen Abläufe ihres Unternehmens. In diesem Bereich prüfen Kunden teilweise detaillierter, als es unsere technische Kontrolle allein abdecken kann.
Unsere Empfehlung ist deshalb, technische Tests und die Prüfung der täglichen Arbeitsabläufe gemeinsam zu planen. Der vereinbarte Testumfang und die Zuständigkeiten sollten vor der Abnahme feststehen. Ein begrenztes Budget macht diese Abgrenzung besonders wichtig; die Beteiligung des Kunden ersetzt nicht unsere technischen Prüfaufgaben.
Betrifft ein Relaunch auch die Auffindbarkeit in KI-Suchergebnissen?
Ja, soweit die jeweilige KI-Suche auf die betroffenen Webseiten zugreift. Für eine Berücksichtigung als Quellenlink in Google AI Overviews oder AI Mode muss eine Seite indexiert und für ein Suchsnippet geeignet sein. Eine Aufnahme ist auch bei erfüllten Voraussetzungen nicht garantiert. Quelle: Google – KI-Funktionen und Websites.
Quellen & weiterführende Informationen
- Google: Websiteumzüge mit URL-Änderungen · abgerufen am
- Google: Grundlagen zu robots.txt · abgerufen am
- Google: KI-Funktionen und Websites · abgerufen am